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Scanner-Betrieb
Die meisten Handfunkgeräte bieten die Möglichkeit gewisse Frequenzen oder ganze Frequenzbereiche nach Kommunikation abzusuchen. Diese Eigenschaft haben wir genutzt um bei Abschnittsbildung mit Kanaltrennung nach Version 1.0 die zwei Funkgeräte des Abschnittsleiters durch eins ersetzen zu können.
Auf der Basis eines Motorola MT2100 Handfunkgerätes wurden die Kanalschalterstellungen 12-15 nach folgender Tabelle von einer Motorola-Fachwerkstatt für ungefähr 50 Euro umprogrammiert.
| Schalterstellung | Kanäle (hören) | Kanal (senden) | Display-Anzeige |
| 12 | 8 & 20 | 8 | 8 - 20 |
| 13 | 8 & 20 | 20 | 20 - 8 |
| 14 | 5 & 20 | 5 | 5 - 20 |
| 15 | 5 & 20 | 20 | 20 - 5 |


Aus der Fülle an möglichen Kanalkombination haben wir also nur 4 herausgegriffen, die uns für den Alltag wichtig erschienen. Die Schalterstellungen 12 und 13 können von dem Abschnittsleiter des Kanals 20 (unsere Feuerwehr) genutzt werden, um sowohl mit den Teilnehmern auf dem Kanal 20 als auch mit der Einsatzleitung auf dem Kanal 8 in Verbindung zu bleiben.
Die Schalterstellungen 14 und 15 sind für die "alltäglichen" Einsätze gedacht, bei denen der Einsatzleiter sowohl für die Teilnehmer auf dem Kanal 20 als auch für die nationale Notrufzentrale 112 auf dem Kanal 5 erreichbar sein möchte.
Die Auswahl des gehörten Kanals kann nach dem "first come, first serve"-Prinzip programmiert werden, oder ein Kanal erhällt eine Priorität. Nach einer längeren Testphase haben wir uns für letzteres entschieden. Der Kanal auf dem gesendet wird, wird auch prioritär gehört. Dies führt allerdings dazu, dass Durchsagen auf dem sekundären Kanal zerhackt werden, da in regelmäßigen Abständen auf den prioritären Kanal gewechselt werden muss, um zu überprüfen ob dort Kommunikation stattfindet.
Auf dem Display des Funkgerätes erscheinen die Zahlen der beiden gehörten Kanäle, wobei die erste Zahl den Kanal darstellt auf dem gesendet werden kann. Während dem Hören einer Durchsage erscheint die entsprechende Kanalnummer im Display.
Erfahrungen
Das modifizierte Handfunkgerät hat sich sowohl bei der Kompanieübung als auch im alltäglichen Einsatz voll bewährt. Die Handhabung ist einfach, sicher und schnell. Tritt auf einem der Kanäle eine Überlastung auf, kann man immer noch auf die Einzelkanalwiedergabe zurückschalten.
Zwingend notwendig ist allerdings die optische Anzeige der ausgewählten Kanäle auf dem Display, denn alles Andere ist dem Einsatzleiter gerade in der hektischen Anfangsphase eines Einsatzes kaum zuzumuten.
zuletzt aktualisiert im: August 2012
besteht seit: 2001