Durchflussmesser

Alles dies ist mit einem Durchfluss-Messgerät kein Problem und trotzdem gab es lange keinen Feuerwehrgerätehersteller der ein solches Messgerät anbot, geschweige denn fest in ein TLF einbaute.

Débitmeter im Einsatz (35 kB)

Aus diesem Grund haben wir uns in Eigenregie ein solches Gerät gebaut, das den folgenden Kriterien entsprechen musste:

  1. geringer Kostenaufwand

  2. minimale Störung des zu messenden Flusses

  3. B-Anschluss

  4. großer Messbereich (0-1500 l/min)

  5. mobil und batteriebetrieben

  6. spritzwassergeschützt

  7. einfach in der Bedienung (plug&play)

  8. robust

Wegen der Kosten und der schwierigen Signalauswertung schied leider ein magnetisch/induktives Durchflussmessgerät aus. Auch eine Messung über das Differenzdruckverfahren musste mangels geeignetem Sensor verworfen werden.

Mit Hilfe eines kleinen Tricks konnten wir uns aber eines kleinen Flügelraddurchflussmessers für Durchflüsse bis 12 l/min bedienen. Dazu zweigen wir vom Hauptstrom einen kleinen Nebenstrom ab und messen dessen Durchfluss.
Es ergibt sich nun, dass der Durchfluss im Nebenstrom ungefähr proportional zu dem Hauptstrom ist. Somit können wir von dem Durchfluss im Nebenstrom auf den Durchfluss im Hauptstrom schließen.

Prinzipskizze Débitmeter

Die Auswertung des vom Flügelraddurchflussmessers (Sensor) gelieferten Signals und die Anzeige des Messwertes auf einem zweizeiligen Display erfolgt in einer separaten mikrocontollergesteuerten Auswerteelektronik, die wir in Zusammenarbeit mit Dupont Engineering entwickelt haben. Zusätzlich können ganze Messreihen über eine RS232-Schnittstelle auf einen PC übertragen werden.
Die Elektronik ist in einem spritzwassergeschützten Gehäuse untergebracht. Das Ladegerät arbeitet vollautomatisch und kann sowohl an 230 V als auch an 24 V betrieben werden.   

Débitmeter-Koffer (39kB)

Somit konnten wir für ungefähr 375 Euro einen Durchflussmesser bauen, der den obigen Kriterien voll entspricht. Mit 5% Genauigkeit ist er für den feuerwehrtechnischen Gebrauch vollkommen ausreichend. Professionelle Geräte kosten um die 2500 Euro.