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Durchflussmesser
Welcher Maschinist hat sich nicht schon gewünscht, sehen zu können ob und wieviel Wasser er gerade fördert.
Welcher Abschnittsleiter "Wasserversorgung" hat sich nicht schon einmal gewünscht, genau zu wissen, ob die geforderte Wassermenge auch geliefert wird.
Welcher Brandschutzbeauftrage hat sich nicht schon einmal gewünscht genau zu wissen, wieviel das Hydrantennetz an kritischen Stellen hergibt.
Welcher Ausbilder hat sich nicht schon einmal gewünscht, den Zusammenhang zwischen Druck und Durchfluss anschaulich demonstrieren zu können.
Alles dies ist mit einem Durchfluss-Messgerät kein Problem und trotzdem gab es lange keinen Feuerwehrgerätehersteller der ein solches Messgerät anbot, geschweige denn fest in ein TLF einbaute.

Aus diesem Grund haben wir uns in Eigenregie ein solches Gerät gebaut, das den folgenden Kriterien entsprechen musste:
geringer Kostenaufwand
minimale Störung des zu messenden Flusses
B-Anschluss
großer Messbereich (0-1500 l/min)
mobil und batteriebetrieben
spritzwassergeschützt
einfach in der Bedienung (plug&play)
robust
Wegen der Kosten und der schwierigen Signalauswertung schied leider ein magnetisch/induktives Durchflussmessgerät aus. Auch eine Messung über das Differenzdruckverfahren musste mangels geeignetem Sensor verworfen werden.
Mit Hilfe eines kleinen Tricks konnten wir uns aber eines kleinen Flügelraddurchflussmessers für Durchflüsse
bis 12 l/min bedienen. Dazu zweigen wir vom
Hauptstrom einen kleinen Nebenstrom ab und messen dessen Durchfluss.
Es ergibt sich nun, dass der Durchfluss im Nebenstrom ungefähr proportional zu
dem Hauptstrom ist. Somit können wir von dem Durchfluss im Nebenstrom auf den
Durchfluss im Hauptstrom schließen.

Die Auswertung des vom
Flügelraddurchflussmessers (Sensor) gelieferten Signals und die Anzeige des Messwertes auf einem zweizeiligen Display erfolgt in einer separaten
mikrocontollergesteuerten Auswerteelektronik, die wir in Zusammenarbeit mit
Dupont Engineering entwickelt haben. Zusätzlich können ganze Messreihen über
eine RS232-Schnittstelle auf einen PC übertragen werden.
Die Elektronik ist in einem spritzwassergeschützten Gehäuse untergebracht. Das
Ladegerät arbeitet vollautomatisch und kann sowohl an 230 V als auch an 24 V
betrieben werden.

Somit konnten wir für ungefähr 375 Euro einen Durchflussmesser bauen, der den obigen Kriterien voll entspricht. Mit 5% Genauigkeit ist er für den feuerwehrtechnischen Gebrauch vollkommen ausreichend. Professionelle Geräte kosten um die 2500 Euro.