Chronik 1918-1999
Die Geburtsstunde der freiwilligen Feuerwehr Peppingen schlug am 10. August 1918. In der Gründungsversammlung wählten die 28 Mitglieder folgenden Vorstand:
| Präsident: | Jacques Frantzen |
| Vize Präsident: | Jean Werner |
| Kassierer und Schriftführer: | Nicolas Simon |
Am 29. September 1918 wurde der Vorstand um den Kommandant Jean Haupert und den Unterkommandanten Nicolas Anton erweitert.
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Jean WERNER |
Nic SIMON |
In einer Eingabe wandten sie sich an den Gemeinderat, um mit dem nötigen Löschgerät versehen zu werden. Sie erhielten 50 m Schlauch, 1 Lanze, 1 Standrohr und einen Hydrantenschlüssel.
Aus ihren eigenen Mitteln verschaffte sich die junge Feuerwehr eine zweiteilige Schiebeleiter von 11 m, verschiedene Dachleitern, Steigerbeile, Schlauchhalter, einen Gerätewagen und einige Clairons.
Zur Uniformierung langten anfänglich die Mittel noch nicht, deshalb wurden nur «Mützen» angeschafft.
1921 erhielt dann der Verein seine ersten Uniformen. Dieselben wurden angefertigt durch Schneider und Mitglied Jos Quintus. Finanziert wurden sie durch den Ertrag von zwei Theaterabenden. Ebenfalls 1921 erhielt die Wehr bereits eine Fahne. Dieselbe wurde angefertigt von den Schwestern des Klosters Peppingen und kostete 2.100 Fr. Zur Bestreitung der Unkosten wurde eine Suskriptionsliste aufgelegt und eine Hauskollekte abgehalten.
Unter der wirksamen Leitung des Vorstandes entfaltete sich die Wehr nach und nach. Die Ausbildung lag in den Händen ihres tüchtigen Kommandanten Jean Haupert, der die Übungen mit strammen Kommando nach militärischen Richtlinien abhielt. Das Fehlen in den Übungen war mit Strafe belegt. Aus diesem Grunde hatte der Verein einige Austritte zu verzeichnen. Neuanmeldungen schlossen aber wieder die Lücken.
Im Juni 1921 schied das Gründungsmitglied Fr. Wegener aus dem Vorstand und aus dem Vereine aus. Er wurde im Vorstand durch Pater Jean ersetzt.
Am 27. Dezember wurde im Vorstand der Unterkommandant Nic. Anton durch Alphonse Back ersetzt.
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Alphonse BACK |
Anfänglich weigerte sich der Gemeinderat, die Wehr als Gemeindeverein anzuerkennen. Alles angeschaffte Gerät wurde zu Lasten der Sektion Peppingen verbucht. Dieser Umstand bewog den Vorstand der Feuerwehr, eine Taxe festzusetzen zu Lasten der anderen Sektionen für Anspannen, Begeben zur Brandstelle, Arbeiten an der Brandstelle etc.
Am 17.4.1921 hatte die Wehr die Ehre, die Kantonaltagung in Peppingen organisieren zu können.
Im Jahre 1923 bewilligte der Gemeinderat 50 weitere Meter Schlauch, 1 Lanze, 2 Schlauchbinden sowie verschiedene andere kleine Gerätschaften. In Ermangelung eines geeigneten Lokales wurden die Geräte in verschiedenen Häusern aufbewahrt. Dies verursachte bei einem etwaigen Brände, hauptsächlich bei Nacht, vieles Hin- und Herlaufen und machte eine sofortige Hilfeleistung bei verschieden Bränden fast unmöglich.
Corps 1920

Ab 1923 bat die Feuerwehr in verschiedenen Eingaben den Gemeinderat um Überlassung von 1 Ar Gemeindeterrain, zwecks Errichtung eines Geräteschuppens. Diese und verschiedene andere Eingaben wurden abschlägig beschieden.
Im Jahre 1926 schied Präsident Jacques Frantzen aus dem Vorstand und aus dem Verein aus.
In Ersetzung wurde am 1.1.1927 der damalige Vizepräsident Jean Werner zum Präsidenten gewählt. Alphonse Back wurde Vizepräsident und Jean Schmit Unterkommandant.
Jean Werner war ein Feuerwehrmann durch und durch. Während 21 Jahren leitete er die Geschicke des Vereines. Seine Leutseligkeit bewog eine Anzahl junger Leute, der Wehr beizutreten. Unter seine Amtsführung wurden ein paar wichtige Fortschritte im Aufbau und Leben der Wehr erzielt:
Die Ausbildung der einzelnen Mannschaften wurde nicht außer acht gelassen, kein Schulkursus wurde abgehalten, ohne dass verschiedene unserer Feuerwehrleute zugegen waren.
Als der Krieg ausbrach befand sich der Verein in raschem Aufwärtstrend, jedoch wurde nun jedes Vereinsleben unterbunden.
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Aloyse GLODT |
Die älteren Mitglieder wurden vom Okkupanten pensioniert. Um den Bestimmungen des Luftschutzes zu entgehen, trat eine Reihe andere dem Vereine bei. Zum Kommandanten wurde Kamerad Aloyse Glodt bestimmt, der sich seiner schweren Aufgabe mit viel Geschick entledigte.
Während des Krieges wurde das Schlauchmaterial ergänzt. Der Plan unseres damaligen sehr rührigen Kommandanten, dem Geräteschuppen einen Schlauchtrockenturm anzufügen, kam aber leider nicht mehr zur Ausführung.
Nach der Befreiung trat eine Ruhepause ein.
1946 und 1947 bewilligte der Gemeinderat weitere Schläuche.
Am 1. Juni 1947 fand in Peppingen wiederum eine Kantonaltagung statt.
Nach und nach erholte sich der Verein von den Folgen des Krieges, und der Wiederaufbau des Vereines vollzog sich programmäßig.
Kantonaltagung 1.6.1947 Ehrentribüne

Jean Werner verstarb am 6.3.1948; Kommandant Aloyse Glodt verzog nach Crauthem.
In der Versammlung vom 2.1.1949 wurde folgender neuer Vorstand gewählt:
| Präsident: | Henri Feidt |
| Vizepräsident: | Alfons Back |
| Schriftführer-Kassierer: | Nic Simon |
| Beisitzende: | Jemp Wewer Gust Meyer |
| Kommandant: | Pierre Fischbach |
| Unterkommandant: | Jos Schneider |
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Henri FEIDT |
Pierre FISCHBACH |
Im Jahre 1949 wurde außerdem eine elektrische Alarmsirene in Betrieb genommen. Zur Fahrt zu einem Brand mußte jedesmal ein gemeindeansässiges Auto requiriert werden. Um diesem Übelstand abzuhelfen tätigte der Gemeinderat den Ankauf eines eigenen Fahrzeuges der Marke Dodge. Dadurch wurde die Wehr in den Stand versetzt schneller an der Brandstelle zu sein.
| Motorpumpe (1939) | Feuerwehrauto Dodge (1949) |
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Allerdings stellte wintersüber das Ankurbeln der Motorpumpe, sowie des Autos ein nicht unerhebliches Problem dar. Der Bau der neuen Schule in Peppingen bot daher eine einzigartige Gelegenheit. Ohne größere Mehrkosten war es hier nämlich möglich, in den Kellerräumen einen geheizten Geräteschuppen zu errichten, verbunden mit einem Schlauchturm von 12 Metern, der im Innern des Gebäudes hochgeht.
Neue Schule

In der Generalversammlung vom 27. Januar 1953 wurden die Funktionen von Präsidenten und Kommandant, sowie diejenigen von Vizepräsident und Unterkommandant miteinander verschmolzen.
Am 9. August 1953 anläßlich des 35. Stiftungsfestes wurde eine neue Fahne eingeweiht.
Bewegte Diskussionen gab es in der Generalversammlung vom 17. Januar 1965 als die Erweiterung der Wehr zur Diskussion stand. Drei Vorschläge waren gemacht worden: entweder FF Roeserbann oder FF Peppingen-Liwingen oder FF Peppingen. Die geheime Wahl ergab folgendes Resultat:
FF Roeserbann: 19 Stimmen
FF Peppingen-Liwingen: 3 Stimmen
FF Peppingen: 1 Stimme
Sapeurs-Pompiers de Peppange - 1953

Schließlich wurde de Name der Gesellschaft in «Freiwillige Feuerwehr Roeserbann» umgeändert.
Am 10. August 1968 beging das Korps sein 50. Stiftungsfest.
Anfang der siebziger Jahre wurde ein TLF 16 der Marke Mercedes Benz angeschafft und am 7. August 1971 eingeweiht, um den unzuverlässig gewordenen Dodge zu ersetzen. Dieses Fahrzeug ist auch heute noch bei der Wehr im Betrieb.
TLF 16 - Mercedes Benz

Am 1. Januar 1981 wurde der Wehr für die Unterbringung ihrer Fahrzeuge zwei gemietete Garagen zur Verfügung gestellt. Im Laufe des Jahres 1981 wurden die Sirenen in der Gemeinde an das Alarmsystem der Notrufzentrale (damals noch 012) angeschlossen.
Im gleichem Jahr kaufte die Wehr aus eigenen Mitteln einen Gebrauchtwagen der Marke Mercedes Benz Typ 406D Baujahr 1972, den die Mitglieder instandsetzten und zum Gerätewagen umbauten. Das Fahrzeug wurde am 17. Oktober 1982 seiner Bestimmung übergeben.
GW - Mercedes Benz Typ 406D

Im Jahre 1984 kaufte die Wehr zusätzlich einen VW Transporter als Mannschaftstransportwagen (MTW), welcher nach 2-jähriger Instandsetzung aus eigenen Mitteln, ebenfalls in Betrieb ging.
Auch wurde im Jahre 1984 am 12. Juni eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen. Hierdurch sollten Jugendliche von 10 bis 16 Jahre auf das Feuerwehrwesen vorbereitet werden.
MTW - VW Transporter

Im September 1986 wurde weiterhin aus eigenen Mitteln eine Tragkraftspritze TS8/8 angeschafft.
Im März 1989 wurde mit dem Bau eines neuen Feuerwehrzentrums in Roeser begonnen. Im Frühjahr 1991 war das neue Feuerwehrzentrum bezugsfertig und wurde am 5. Juli 1991 im Beisein von Minister Jean Spautz feierlich eingeweiht.
Am 10. Oktober 1992 ist die Roeserbänner Feuerwehr eine Wehrpartnerschaft mit der freiwilligen Feuerwehr aus Simmern/Hunsrück (D) eingegangen.
Am 9. Mai 1993 fand zum 5. Mal die Kantonaltagung im Roeserbann statt. Außerdem feierte die Wehr im Jahre 1993 am 18. Juli ihr 75-jähriges Jubiläum.
Kommandanten der Feuerwehr Roeserbann